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   Letzte Änderung:
   20.04.17

Bauverein Winzerberg e.V.

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Fachliches Hauptproblem

... oder der Irrtum vom Architekten Hesse 1854.



Der Winzerberg wurde 1763/64 errichtet. Aus dieser Zeit gibt es keine verwertbaren Pläne. Erst 1854 wurde durch L. F. Hesse eine Bestandzeichnung hergestellt. Die Ansichten und Grundrisse waren perfekt - aber der Schnitt leider falsch. Er skizzierte die Fundamente als normale, ca. 1m tiefe Streifenfundamente.




Historisches Aufmass 1854 von Hesse


Dadurch war für die späteren Generationen klar, dass mit dieser geringen Fundamenttiefe die Winzerbergmauern nicht sanierbar und der Berg ein Totalschaden sei.
Vom Forscherdrang gepackt buddelte sich der Diplomand Sebastian Miethe bis zur Unterkante der Fundamente. Es stellte sich schon bei der zweiten Wand (B) heraus, dass die Fundamente im Gegensatz zu Hesses Zeichnung über 5 Meter tief sind.
Erst diese Erkenntnis gestattete es überhaupt, an die Möglichkeit der Sanierung zu denken.




Istzustand Oktober 2004


Verzeihen wir Herrn Hesse diesen Fehler, der vielleicht einem seiner Schüler unterlaufen ist. Er war für Berlin und Potsdam einer der bedeutendsten Architekten.



Die beiden Hauptschadenursachen

Der Weinberg war neben Wein auch mit Obstbäumen bepflanzt. Der Wurzeldruck sprengte die Fugen der Balustrade bis zum Einsturz.




Das Regenwasser auf den Dächern der Gewächshäuser sollte durch die anschließende Balustrade abgeleitet werden. Der Schaden war so vorprogrammiert. Die Abflussrohre verstopften und das Wasser floss in die Dachkonstruktion. Die Schwelle verfaulte, das Wasser lief in die äußere Ziegelschale, und das über Jahrzehnte.